Tansania

Rundreise Tansania

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Rundreise Tansania
mit Badeverlängerung Sansibar

Flug mit Turkish Airlines von Nürnberg über Istanbul zum Kilimanjaro Airport. Erster Eindruck: Nachdem Hardy Krüger mit John Wayne den Hollywood-Klassiker »Hatari« gedreht hatte, wollte er in der überwältigenden Landschaft unter dem Kilimanjaro ein Buschhotel bauen. Er hat’s getan, und aus dem Ort, der Filmgeschichte geschrieben hat, wurde vor wenigen Jahren die Hatari Lodge.

Thomas Biermann

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Für einige Tage wurde dies unser erster Ruhepol mit Aussicht auf große Abenteuer, denn sie liegt mitten in einer tierreichen Auen- und Akazienlandschaft. Man hat genug Zeit den großen und kleinen Wildtieren von der Terrasse aus zuzusehen, doch für einen Drink ist auch im Zauberlicht des Sonnenuntergangs noch Zeit.

Am nächsten Tag geht’s hoch her. Durch den oberen Bergregenwald des Mount Meru fahren wir bis auf 2.500 Meter zum Kitoto-Aussichtspunkt und gönnen uns nach einer Wanderung im Krater am Majo-Wasserfall ein verdientes Picknick. Eine Gänsehaut geht noch, in der Schlucht der Tululusia-Wasserfälle, dann gehört für den Rest der Zeit die Terrasse der Hatari Lodge einfach uns! Anschießend auf in die Kaliwa Lodge mit wunderbarer Terrasse im blickdichten Bergregenwald entspannt die Beine ausstrecken, hier spürt man bereits, was genießen hier bedeuten könnte. Für drei Tage unser neues Zuhause. Was nicht bedeutet, dass wir drei Tage die Füße hochlegen, obwohl der unvergleichliche Blick über die Wälder auf die Schneespitze des Kilimanjaros genau diesen Wunsch auslöst. Die Grillen zirpen ein Begrüßungsständchen, aus dem Blätterwald lachen Buschbabys und Kolonien von Hornvögeln krächzen ihren Senf dazu.

Es geht weiter. Am Berghang des Kilimanjaros die Kaffeefarm mit den wunderbaren Arabica-Sträuchern, aus deren Kirschen der Fairtrade-Kaffee gemacht wird. Alles, was normalerweise zu den Geheimnissen des schwarzen Goldes gehört, wird heute gelüftet und selbstverständlich auch probiert. Das Wichtigste danach ist, zum Sonnenuntergang wieder auf der Terrasse zu sitzen, um zu erleben, was der Kilimanjaro macht.

Es mag suspekt vorkommen, dass sich aus Bananen Bier brauen lässt, aber die Chagga können das. Die Volksgruppe, die an den Hängen des Kilimanjaro intensiv Landwirtschaft betreibt, kultiviert vor allem Bananen zur Herstellung von Mbege, dem Gerstensaft auf Kiswahili. Dazu kochen sie uns ein landestypisches Mittagessen, ganz ohne Herd. 

Die Massai sind heute Halbnomaden geworden und etwas sesshafter. Was sie nicht davon abhält, ihre Rinderherden persönlich durch die endlose Savanne Tansanias zu begleiten. Auf dem Weg zum Tarangire-Nationalpark begegnen wir Ihnen, und wenn es das Glück gut mit uns meint, findet sogar irgendwo ein Massai-Markt statt. Außer uns sind noch ein paar andere auf dem Weg in den Park. Mit dem Unterschied, dass wir zuerst die Tarangire Simba Lodge ansteuern, mit einem Pool für uns und einem vielbeachteten Wasserloch für die, die wir morgen wiedersehen. Denn alle wissen, dass besonders in der Trockenzeit der Tarangire-Fluss ein Überlebenselixier für die zweithöchste Großwilddichte Tansanias ist. Während mächtige Schirmakazien für Schatten sorgen, ziehen sich mehrere Hundert Jahre alte Baobabs bis zu 150.000 Liter Wasser in den Stamm, um stramm zu bleiben. So sorgt der Fluss für Leben im Park, auch wenn leben Tod bedeuten kann, denn wer trinkt, will auch essen, und schon oft haben wir auf unseren Pirschfahrten ein Löwenrudel sein Mittagessen jagen sehen.

Der Lake-Manyara-Nationalpark kennt keine Wassersorgen. Das liegt an den heißen Quellen, die den 220 Quadratkilometer großen See zum Anziehungspunkt einer unüberschaubaren Tierwelt machen. Wobei zu denen, die brüllen, tröten, blöken, grunzen und wiehern, auch noch die hinzukommen, die trällern. Und auch die, die nicht in die Akazien oder Mahagonibäume fliegen, sondern einfach hinaufspazieren wie die Baumkletterlöwen. Welche Vorstellung man von der Dimension eines Vulkankraters hat, dehne ihn auf einen Durchmesser von 20 Kilometern aus, dann ist es der Ngorongoro-Krater. Drumherum Steilwände bis 600 Meter Höhe und innen statt eines blubbernden Lavagebräus ein riesiger Zoo mit der höchsten Raubtierdichte Afrikas. 25.000 Wildtiere, von denen die meisten im Krater geboren werden und bleiben.

Weiter durch das Ngorongoro-Gebiet und die Dörfer der Massai geht es dem Weltnaturerbe entgegen, dessen Name bereits elektrisiert. Die Serengeti durfte nicht sterben und gilt heute als eines der am wenigsten gestörten Ökosysteme Afrikas. 1,6 Millionen Pflanzenfresser und Tausende Raubtiere wandern durch das 14.000 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet. Und wir mittendrin, auf dem Weg in die traumhaft gelegene Serengeti Safari Lodge zu einem Sonnenuntergang in Ultra HD. Eigentlich könnte man sitzen bleiben, bis sie wieder aufgeht, weil am frühen Morgen die Raubtiere von ihren nächtlichen Beutezügen zurückkehren. Wenn es eine Steigerung gibt, dann ist es unsere Fahrt mit einem Heißluftballon über die Tierherden der erwachenden Serengeti. Steht die Sonne dann höher, werden selbst die Löwen schlapp und chillen dösend auf den Kopjes genannten Felsen. Uns ist die Tageszeit egal, wir ziehen mit den Tieren und kommen ihnen so nah wie nirgendwo sonst. Wenn dann Ruhe eingekehrt und die Sonne mit einer tiefen Verbeugung vor dem Tag abgetreten ist, betritt ein Sternenhimmel die Bühne, an den wir noch lange denken werden.

So kennst wir es vom Film: Auf der Serengeti-Flugpiste, wo schon John Wayne und Hardy Krüger gestartet sind, um Wildtiere für den Zoo zu sammeln, steht die Maschine mit laufendem Propeller. Sie fliegt uns in einem weiten Bogen über die Erlebnisse der vergangenen Tage: die Serengeti, den Grabenbruch, Lake Manyara, den Ngorongoro-Krater, und mit einem Blick auf den Kilimanjaro dreht es ab nach Sansibar. Der alte Kern, das historische Zentrum von Sansibar-Stadt, ist Weltkulturerbe. Araberinnen und Araber, Inderinnen und Inder sowie jede Menge Scheichs haben sich in Sansibar-Stadt die Klinke in die Hand gegeben. Und alle haben etwas dagelassen, das den Charme dieser Stadt erklärt. Wir gehen auf einen Streifzug durch all die Kulturen, und während bei einer einheimischen Familie die Vorbereitungen für ein gemeinsames Abendessen getroffen werden, wird eine der Dachterrassen zum schönsten Wartezimmer, in dem wir je gesessen sind!

Bei Ankunft im AQUA Beach Resort & Spa ziehen wir als Erstes unsere Schuhe aus, um mit den Zehen im butterweichen Sand zu buddeln, der einen wie ein Wegweiser durch den Palmengarten an die Open-Air-Bar am Unendlichkeitspool führt. Der Indische Ozean lächelt sein schönstes Türkis, auf unserer Terrasse herrscht selige Stille und bis das Moonlight-Restaurant zu Tisch bittet. So lässt es sich aushalten!

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